In die­sem Abschnitt erhal­ten Sie eine Über­sicht über die in die­ser Daten­schutz­er­klä­rung ver­wen­de­ten Begriff­lich­kei­ten. Vie­le der Begrif­fe sind dem Gesetz ent­nom­men und vor allem im Art. 4 DSGVO defi­niert. Die gesetz­li­chen Defi­ni­tio­nen sind ver­bind­lich. Die nach­fol­gen­den Erläu­te­run­gen sol­len dage­gen vor allem dem Ver­ständ­nis die­nen. Die Begrif­fe sind alpha­be­tisch sortiert.

  • Affi­lia­te-Nach­ver­fol­gung: Im Rah­men der Affi­lia­te-Nach­ver­fol­gung wer­den Links, mit deren Hil­fe die ver­lin­ken­den Web­sei­ten Nut­zer zu Web­sei­ten mit Pro­dukt- oder son­sti­gen Ange­bo­ten ver­wei­sen, pro­to­kol­liert. Die Betrei­ber der jeweils ver­lin­ken­den Web­sei­ten kön­nen eine Pro­vi­si­on erhal­ten, wenn Nut­zer die­sen soge­nann­ten Affi­lia­te-Links fol­gen und anschlie­ßend die Ange­bo­te wahr­neh­men (z.B. Waren kau­fen oder Dienst­lei­stun­gen in Anspruch neh­men). Hier­zu ist es erfor­der­lich, dass die Anbie­ter nach­ver­fol­gen kön­nen, ob Nut­zer, die sich für bestimm­te Ange­bo­te inter­es­sie­ren, die­se anschlie­ßend auf die Ver­an­las­sung der Affi­lia­te-Links wahr­neh­men. Daher ist es für die Funk­ti­ons­fä­hig­keit von Affi­lia­te-Links erfor­der­lich, dass sie um bestimm­te Wer­te ergänzt wer­den, die ein Bestand­teil des Links wer­den oder ander­wei­tig, z.B. in einem Coo­kie, gespei­chert wer­den. Zu den Wer­ten gehö­ren ins­be­son­de­re die Aus­gangs­web­sei­te (Refer­rer), der Zeit­punkt, eine Online-Ken­nung der Betrei­ber der Web­sei­te, auf der sich der Affi­lia­te-Link befand, eine Online-Ken­nung des jewei­li­gen Ange­bo­tes, eine Online-Ken­nung des Nut­zers als auch nach­ver­fol­gungs­spe­zi­fi­sche Wer­te, wie, z.B. Wer­be­mit­tel-ID, Part­ner-ID und Kategorisierungen.
  • Besuchs­ak­ti­ons­aus­wer­tung: “Besuchs­ak­ti­ons­aus­wer­tung” (eng­lisch “Con­ver­si­on Tracking”) bezeich­net ein Ver­fah­ren, mit dem die Wirk­sam­keit von Mar­ke­ting­maß­nah­men fest­ge­stellt wer­den kann. Dazu wird im Regel­fall ein Coo­kie auf den Gerä­ten der Nut­zer inner­halb der Web­sei­ten, auf denen die Mar­ke­ting­maß­nah­men erfol­gen, gespei­chert und dann erneut auf der Ziel­web­sei­te abge­ru­fen. Bei­spiels­wei­se kön­nen wir so nach­voll­zie­hen, ob die von uns auf ande­ren Web­sei­ten geschal­te­ten Anzei­gen erfolg­reich waren).
  • Cross-Device Tracking: Das Cross-Device Tracking ist eine Form des Trackings, bei der Ver­hal­tens- und Inter­es­sens­in­for­ma­tio­nen der Nut­zer gerä­te­über­grei­fend in soge­nann­ten Pro­fi­len erfasst wer­den, indem den Nut­zern eine Online­ken­nung zuge­ord­net wird. Hier­durch kön­nen die Nut­ze­r­in­for­ma­tio­nen unab­hän­gig von ver­wen­de­ten Brow­sern oder Gerä­ten (z.B. Mobil­te­le­fo­nen oder Desk­top­com­pu­tern) im Regel­fall für Mar­ke­ting­zwecke ana­ly­siert wer­den. Die Online­ken­nung ist bei den mei­sten Anbie­tern nicht mit Klar­da­ten, wie Namen, Post­adres­sen oder E‑Mail-Adres­sen, verknüpft.
  • IP-Mas­king: Als “IP-Mas­king” wird eine Metho­de bezeich­net, bei der das letz­te Oktett, d.h., die letz­ten bei­den Zah­len einer IP-Adres­se, gelöscht wird, damit die IP-Adres­se nicht mehr der ein­deu­ti­gen Iden­ti­fi­zie­rung einer Per­son die­nen kann. Daher ist das IP-Mas­king ein Mit­tel zur Pseud­ony­mi­sie­rung von Ver­ar­bei­tungs­ver­fah­ren, ins­be­son­de­re im Onlinemarketing
  • Inter­es­sen­ba­sier­tes und ver­hal­tens­be­zo­ge­nes Mar­ke­ting: Von inter­es­sens- und/oder ver­hal­tens­be­zo­ge­nem Mar­ke­ting spricht man, wenn poten­ti­el­le Inter­es­sen von Nut­zern an Anzei­gen und son­sti­gen Inhal­ten mög­lichst genau vor­be­stimmt wer­den. Dies geschieht anhand von Anga­ben zu deren Vor­ver­hal­ten (z.B. Auf­su­chen von bestimm­ten Web­sei­ten und Ver­wei­len auf die­sen, Kauf­ver­hal­tens oder Inter­ak­ti­on mit ande­ren Nut­zern), die in einem soge­nann­ten Pro­fil gespei­chert wer­den. Zu die­sen Zwecken wer­den im Regel­fall Coo­kies eingesetzt.
  • Kon­ver­si­ons­mes­sung: Die Kon­ver­si­ons­mes­sung ist ein Ver­fah­ren, mit dem die Wirk­sam­keit von Mar­ke­ting­maß­nah­men fest­ge­stellt wer­den kann. Dazu wird im Regel­fall ein Coo­kie auf den Gerä­ten der Nut­zer inner­halb der Web­sei­ten, auf denen die Mar­ke­ting­maß­nah­men erfol­gen, gespei­chert und dann erneut auf der Ziel­web­sei­te abge­ru­fen. Bei­spiels­wei­se kön­nen wir so nach­voll­zie­hen, ob die von uns auf ande­ren Web­sei­ten geschal­te­ten Anzei­gen erfolg­reich waren.
  • Per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten: “Per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten“ sind alle Infor­ma­tio­nen, die sich auf eine iden­ti­fi­zier­te oder iden­ti­fi­zier­ba­re natür­li­che Per­son (im Fol­gen­den “betrof­fe­ne Per­son“) bezie­hen; als iden­ti­fi­zier­bar wird eine natür­li­che Per­son ange­se­hen, die direkt oder indi­rekt, ins­be­son­de­re mit­tels Zuord­nung zu einer Ken­nung wie einem Namen, zu einer Kenn­num­mer, zu Stand­ort­da­ten, zu einer Online-Ken­nung (z.B. Coo­kie) oder zu einem oder meh­re­ren beson­de­ren Merk­ma­len iden­ti­fi­ziert wer­den kann, die Aus­druck der phy­si­schen, phy­sio­lo­gi­schen, gene­ti­schen, psy­chi­schen, wirt­schaft­li­chen, kul­tu­rel­len oder sozia­len Iden­ti­tät die­ser natür­li­chen Per­son sind.
  • Pro­filing: Als “Pro­filing“ wird jede Art der auto­ma­ti­sier­ten Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten bezeich­net, die dar­in besteht, dass die­se per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten ver­wen­det wer­den, um bestimm­te per­sön­li­che Aspek­te, die sich auf eine natür­li­che Per­son bezie­hen (je nach Art des Pro­filings gehö­ren dazu Infor­ma­tio­nen betref­fend das Alter, das Geschlecht, Stand­ort­da­ten und Bewe­gungs­da­ten, Inter­ak­ti­on mit Web­sei­ten und deren Inhal­ten, Ein­kaufs­ver­hal­ten, sozia­le Inter­ak­tio­nen mit ande­ren Men­schen) zu ana­ly­sie­ren, zu bewer­ten oder, um sie vor­her­zu­sa­gen (z.B. die Inter­es­sen an bestimm­ten Inhal­ten oder Pro­duk­ten, das Klick­ver­hal­ten auf einer Web­sei­te oder den Auf­ent­halts­ort). Zu Zwecken des Pro­filings wer­den häu­fig Coo­kies und Web-Bea­cons eingesetzt.
  • Reich­wei­ten­mes­sung: Die Reich­wei­ten­mes­sung (auch als Web Ana­ly­tics bezeich­net) dient der Aus­wer­tung der Besu­cher­strö­me eines Online­an­ge­bo­tes und kann das Ver­hal­ten oder Inter­es­sen der Besu­cher an bestimm­ten Infor­ma­tio­nen, wie z.B. Inhal­ten von Web­sei­ten, umfas­sen. Mit Hil­fe der Reich­wei­ten­ana­ly­se kön­nen Web­sei­ten­in­ha­ber z.B. erken­nen, zu wel­cher Zeit Besu­cher ihre Web­sei­te besu­chen und für wel­che Inhal­te sie sich inter­es­sie­ren. Dadurch kön­nen sie z.B. die Inhal­te der Web­sei­te bes­ser an die Bedürf­nis­se ihrer Besu­cher anpas­sen. Zu Zwecken der Reich­wei­ten­ana­ly­se wer­den häu­fig pseud­ony­me Coo­kies und Web-Bea­cons ein­ge­setzt, um wie­der­keh­ren­de Besu­cher zu erken­nen und so genaue­re Ana­ly­sen zur Nut­zung eines Online­an­ge­bo­tes zu erhalten.
  • Remar­ke­ting: Vom “Remar­ke­ting“ bzw. “Retar­ge­ting“ spricht man, wenn z.B. zu Wer­be­zwecken ver­merkt wird, für wel­che Pro­duk­te sich ein Nut­zer auf einer Web­sei­te inter­es­siert hat, um den Nut­zer auf ande­ren Web­sei­ten an die­se Pro­duk­te, z.B. in Wer­be­an­zei­gen, zu erinnern.
  • Tracking: Vom “Tracking“ spricht man, wenn das Ver­hal­ten von Nut­zern über meh­re­re Online­an­ge­bo­te hin­weg nach­voll­zo­gen wer­den kann. Im Regel­fall wer­den im Hin­blick auf die genutz­ten Online­an­ge­bo­te Ver­hal­tens- und Inter­es­sens­in­for­ma­tio­nen in Coo­kies oder auf Ser­vern der Anbie­ter der Tracking­tech­no­lo­gien gespei­chert (soge­nann­tes Pro­filing). Die­se Infor­ma­tio­nen kön­nen anschlie­ßend z.B. ein­ge­setzt wer­den, um den Nut­zern Wer­be­an­zei­gen anzu­zei­gen, die vor­aus­sicht­lich deren Inter­es­sen entsprechen.
  • Ver­ant­wort­li­cher: Als “Ver­ant­wort­li­cher“ wird die natür­li­che oder juri­sti­sche Per­son, Behör­de, Ein­rich­tung oder ande­re Stel­le, die allein oder gemein­sam mit ande­ren über die Zwecke und Mit­tel der Ver­ar­bei­tung von per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten ent­schei­det, bezeichnet.
  • Ver­ar­bei­tung: “Ver­ar­bei­tung” ist jeder mit oder ohne Hil­fe auto­ma­ti­sier­ter Ver­fah­ren aus­ge­führ­te Vor­gang oder jede sol­che Vor­gangs­rei­he im Zusam­men­hang mit per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten. Der Begriff reicht weit und umfasst prak­tisch jeden Umgang mit Daten, sei es das Erhe­ben, das Aus­wer­ten, das Spei­chern, das Über­mit­teln oder das Löschen.
  • Ziel­grup­pen­bil­dung: Von Ziel­grup­pen­bil­dung (bzw. “Custom Audi­en­ces“) spricht man, wenn Ziel­grup­pen für Wer­be­zwecke, z.B. Ein­blen­dung von Wer­be­an­zei­gen, bestimmt wer­den. So kann z.B. anhand des Inter­es­ses eines Nut­zers an bestimm­ten Pro­duk­ten oder The­men im Inter­net geschluss­fol­gert wer­den, dass die­ser Nut­zer sich für Wer­be­an­zei­gen für ähn­li­che Pro­duk­te oder den Online­shop, in dem er die Pro­duk­te betrach­tet hat, inter­es­siert. Von “Loo­ka­li­ke Audi­en­ces“ (bzw. ähn­li­chen Ziel­grup­pen) spricht man wie­der­um, wenn die als geeig­net ein­ge­schätz­ten Inhal­te Nut­zern ange­zeigt wer­den, deren Pro­fi­le bzw. Inter­es­sen mut­maß­lich den Nut­zern, zu denen die Pro­fi­le gebil­det wur­den, ent­spre­chen. Zu Zwecken der Bil­dung von Custom Audi­en­ces und Loo­ka­li­ke Audi­en­ces wer­den im Regel­fall Coo­kies und Web-Bea­cons eingesetzt.

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